Ein Blick zurück 12/2018

„Nächstes Jahr fahren wir weg!“ – mit diesem Gedanken ertappe ich mich jedes Jahr an den Tagen zwischen den Jahren. Denn während gefühlt alle einen Gang runter schalten, heißt es bei uns #nachderpartyistvorderparty. Aber: Geburtstage kann man sich nicht raussuchen. So stoßen wir zwei Tage vor Silvester auf mich und zwei Tage nach Silvester auf meinen Mann an. Ich finde ja, er hat das deutlich schlimmere Los gezogen. Zwei Tage nach Silvester – da hat wirklich so gar keiner mehr Lust auf eine Sause. Nicht mal wir selber. So lassen wir es die letzten Jahre etwas ruhiger angehen, und machen uns an unseren Geburtstagen das schönste Geschenk: Familienzeit!

Es war 2016, als Edeka zu Weihnachten einen Werbefilm heraus brachte, in dem die Eltern nur so durch die Weihnachtszeit hetzten – und im ganzen Vorbereitungswahnsinn ihre Kinder immer wieder vertrösteten: „Nachher. Gleich. Sofort. Nur noch zwei Sekunden. Warte, bin gleich fertig!“ Die Botschaft am Ende: Zeit ist das Wertvollste, was wir uns schenken können. Ja, es klingt so logisch. Ist aber in unserer durchgetakteten Welt gar nicht so einfach. Ich schenke mir gerade etwa viel zu selten selbst etwas Zeit. Doch es gab sie auch im gefühlt hektischsten Monat des Jahres, diese magischen kleinen Momente, die den Alltag kurz Alltag sein lassen. Man muss sie nur sehen. Wenn schon nicht im eigentlichen Moment, dann wenigstens im Rückblick:

#dezember

  • Viele Freunde an einem Tisch: Wenn der Männerkochclub Filderstadt am ersten Adventswochenende die Gäste des Kunsthandwerkermarktes bewirtet, bleibt bei uns traditionell die Küche kalt. Dieses Jahr sind so viele Freunde wie noch nie der Einladung meines Mannes gefolgt, und wir hatten einen leckeren und geselligen Mittag #gemeinsamschmecktsambesten
  • Der Zauber des Nikolaustages. Für das Fräulein ist es nach wie vor eine klare Sache: „Wer nicht an den Nikolaus glaubt, zu dem kommt er auch nicht!“ Noch Fragen? 
  • Einmal kurz die Welt anhalten: Mit der Freundin gemeinsam Urlaub nehmen, und 16 Stunden lang frühstücken, plaudern, gemeinsam kochen, nähen, weiterschnattern – bis die Schnuten fransig und die Augen schwer sind.
  • Weihnachtsduft bis spät in die Nacht: Es sind ganz besondere Abende im Advent, wenn der Mann und ich gemeinsam backen. Handys und Tablets bleiben aus. Zwischen Vanillekipferl wenden und Pfaffenhütchen formen besprechen wir alles, was uns gerade bewegt. Und diskutieren jedes Jahr darüber, ob es mehr Butterplätzchen mit oder ohne Mandeln geben soll.
  • Verkaufsschlager: der Weihnachtsmarktstand des Fräuleins war ein voller Erfolg, alle Raben und Engel aus Holzstämmen wurden verkauft, und die Klassenkasse ordentlich gefüllt. 
  • Aufregung: das erste Flötenvorspiel des Fräuleins im großen Theater stand an. Ratet, wer mehr Lampenfieber hatte? Definitiv nicht das Fräulein. Sie zog das total cool durch. 
  • Bratwurst und Karussell: Wir mussten uns erst einmal aufraffen – aber genossen dann umso mehr den Bummel über den Ludwigsburger Barock-Weihnachtsmarkt mit Freunden. 
  • Offline statt online: für unser traditionelles Weihnachtsshopping in Stuttgart haben wir auch dieses Jahr einen Tag frei geschaufelt. Aber von Jahr zu Jahr fällt es uns schwerer, uns nicht beim Fräulein zu verplappern.
  • Trauer im Advent: Wir mussten Abschied von der Tante meines Mannes nehmen – niemals ein leichter Gang, aber gemeinsam gegangen für alle etwas leichter zu gehen. 
  • Wiedersehen: ein Teil der #sew7-Crew kam zur Weihnachtsfeier in Stuttgart zusammen. Zwar ohne Nähmaschine, aber mit ganz viel guter Laune 
  • einfaches Glück: manchmal braucht es nicht mehr als liebe Freunde, einen großen Topf Spaghetti Bolognese und gute Gespräche für einen tollen Abend. 
  • Weihnachtszauber: die strahlenden Augen des Fräuleins am Heiligen Abend. 
  • Liebevoller Weckruf: Nach einer etwas geräderten Nacht auf gefühlt 25 cm des eigenes Bettes, die warmen Ärmchen des Fräuleins um den Hals spüren und ein leises „Mama, ich hab Dich so lieb“ hören. 
  •  Zeit zu Dritt: mein Geburtstag fast total offline – erst im Weltweihnachtscircus, dann bei einem Abendessen in Stuttgart 
  • Vorfreude: das kleine Fräulein hat gestern mit mir die #countdownbag für unsere Silvestersause gepackt. Sieben kleine Überraschungen für jeden Gast in sieben kleinen Tütchen – und jede volle Stunde darf eines davon geöffnet werden. 

„Wird’s besser? Wird’s schlimmer? Fragt man alljährlich.
Seien wir ehrlich: Leben ist immer – lebensgefährlich.“ Erich Kästner

#dankefür2018

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